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Brief für die Freunde

Olmos, 17. September 2017

Liebe Freunde,

ich grüße Euch sehr herzlich aus dem trockenen und staubigen Olmos. Ich hoffe, dass es euch persönlich und im Kreis eurer Familie gut geht und ihr einen goldenen Herbst mit Freude genießen könnt.

Meine Ankunft in Olmos ist sehr gut gelungen. Am Anfang war ich gesundheitlich ziemlich angeschlagen. Ich hatte eine starke Erkältung. Aber ich habe sie nun gut überwunden und zurzeit geht es mir sehr gut. Dafür bin ich Gott herzlich dankbar.

Das Schulprojekt läuft sehr gut. Es herrscht eine gute Atmosphäre im Lehrerkollegium, bei den Schülern und auch bei dem administrativen Personal. Obwohl der Schulbeginn, wegen des starken Regens, viel später war, konnten sie bis jetzt fast alles nachholen. Sie haben auf die Ferien Anfang August verzichtet und haben an einigen Samstagen unterrichtet. Ich kann Gott dafür nur danken und loben für seine wunderbare Hilfe und treue Fuersorge.

In diesem Jahr sind wir mit dem Besuch von mehreren Freunden aus Deutschland reich beschenkt worden. Von Juni bis 30. August hat uns Sandra Kircheis mit Englisch- und Sportunterricht und anderen Aktivitäten in der Schule kräftig unterstützt. Sie hat das Vertrauen und die Liebe der Kinder sowie Lehrer erobert und in der Schule schöne Erinnerungen zurück gelassen.

Vom 8. bis 15. August  hat uns Familie Schaefer beim Streichen von drei Schulräumen und Teilen der  Sanitäranlage fleißig geholfen.

Auch unser Sohn Elias war in den Sommerferien in Olmos und hat mich tatkräftig unterstützt.

Vom 12. bis 18. September waren die Geschwister Hannah und Sarah Albrecht bei uns. Sie haben bei vielen praktischen Dingen geholfen. Ich möchte mich bei allen für ihre Anwesenheit und tatkräftige Hilfe ganz herzlich bedanken! Von ihnen habe ich viel Liebe, Freundlichkeit und Anpassungsfähigkeit erfahren. Sie haben mich durch ihre Hilfsbereitschaft und Freundschaft sehr ermutigt. Mit euch fühle ich mich nicht einsam!

Liebe Freunde, es lohnt sich wirklich, diesen Kindern aus armen Verhältnissen zu helfen und ihnen eine bessere Zukunft durch Bildung zu ermöglichen. Ich danke Euch für eure Bereitschaft, uns bei diesem Schulprojekt zu helfen. Wir können nur gemeinsam, dieses Projekt voranzubringen. Lasst uns nicht müde werden, an der Seite der Schwachen zu bleiben und ihnen in ihrer Not zu helfen. Der Herr des Lebens wird uns mit seinem unendlichen Segen belohnen und in unserm Alltag begleiten.

Unsere Grundschule hat heute noch ein Mal den ersten Preis gewonnen und unsere Sekundarstufe hat die zweite Stelle bei einer Präsentation hier in Olmos erreicht. All das gibt unserer Schule ein sehr gutes Image. Die Schule ist bekannt nicht nur für ihre evangelischen Prinzipien, sondern auch für ihre Disziplin und ihre Bildungsqualität. Voll Staunen kann ich nur bezeugen, dass Gott uns bei diesem Schulprojekt in verschiedener Weise geholfen und reich gesegnet hat. Unsere Kinder kommen sehr gut voran bei jeder öffentlichen Partizipation. Dafür danke und lobe ich Gott von ganzem Herzen. Zurzeit bereiten sie sich in Mathematik und  in Kommunikation vor. Ende Oktober werden sie bei einer großen Veranstaltung in Patapo (bei Chiclayo) teilnehmen. Mal sehen, was daraus wird.

Mit herzlichen Grüßen

Narciso

 

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Bericht von Familie Schäfer

Bericht von Dr. Mark Schäfer, der mit seiner Familie im August 2017 bei uns in Olmos war.

Mit großer Herzlichkeit wurden wir, Familie Schäfer, in Chiclayo von Narciso Crisanto am 5. August 2017 willkommen geheißen und abgeholt. Nach Besichtigung von archäologischen Stätten aus der uns bis dahin kaum bekannten Vor-Inka Zeit in und um Chiclayo ging es anschließend auf den Weg nach Olmos.

Olmos ist eine 10.000 Einwohner-Stadt hier im Norden Perus mit großem Markt für die Region, vielen Bauern, Handwerkern, kaum Industrie. Am Fuße der Andenkette ist es hier eher trocken, die Menschen sind oft noch arm. Lediglich wenige Straßen im Zentrum sind asphaltiert, die Häuser sind meist einfach. Das Straßenbild wird dominiert von einer Vielzahl 3-rädriger Motorrad-Taxis, mit denen alles, wirklich alles transportiert wird. Während der starken Regenfälle im Frühjahr 2017 ist die 400 Jahre alte Kirche im Zentrum von Olmos leider eingestürzt und dominiert jetzt nicht mehr das schöne Stadtzentrum. Auch bei einem Ausflug in die Umgebung von Olmos und in die Anden waren die Zerstörungen von Feldern, Häusern, Straßen und Brücken durch Erdrutsche und Überschwemmungen noch an vielen Stellen sichtbar.

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Wir wurden in Olmos mit großer Gastfreundschaft aufgenommen, im Hause von Narciso mit der Verwalterfamilie von Rosa und Martin: bestes Essen und Trinken und immer ein Lächeln, auch wenn wir kaum ein Wort Spanisch sprechen. Hier halfen uns Elias Crisanto Walz und die schon seit 2,5 Monaten anwesende Lehrerin, Sandra Kircheis, sehr, wenn uns die Gesten und Worte fehlten.

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Die seit 2011 gegründete Schule lernten wir an unserem ersten Montagmorgen gleich von ihrer ganz herzlichen Seite kennen: bei der Morgenversammlung aller 170 Schülerinnen und Schüler und der ca. 10 Lehrerinnen und Lehrer wurden wir freudig begrüßt und besungen. An den nachfolgenden Tagen konnten wir dann alle gemeinsam 2 Klassenzimmer, einen Büroraum und 2 WCs grundieren und streichen. Schön war zu sehen, dass die beiden Schulklassen ihre Räume dann mit Schwung und leuchtenden Augen wieder bezogen und Unterricht wieder ganz normal- nur etwas heller- stattfand. Narciso hatte für uns diesen kleinen Arbeitseinsatz optimal vorbereitet, Material, Werkzeug bereitgelegt, uns in allen Fragen bestens begleitet und wo nötig angeleitet. Ohne die tatkräftige Mitarbeit von Sandra Kircheis und Elias hätten wir es bei den großen Räumen auch kaum oder nicht geschafft. Danke Euch!

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In Gesprächen während des Arbeitens und beim Essen oder an den Abenden erläuterte Narciso uns den Hintergrund der Schulgründung, das Konzept, die Unterschiede zu staatlichen Schulen. Die mittlerweile bis zur achten Klasse (nach deutscher Zählweise) reichende einzügige Schule mit bis zu 24 Schülern pro Klasse schafft es neben wirklich sehr guter akademischer Ausbildung im regionalen Vergleich besonders Werte für ein ganzes Leben den Schülern mitzugeben, zu vermitteln, vorzuleben: Ehrlichkeit, Freundschaft, Vertrauen, Solidarität, Zuverlässigkeit, Liebe, Vergebung anstatt Bestrafung, Umweltbewusstsein, Gesundes Leben, Gewaltlosigkeit, Achtung voreinander, Unterstützung und Hilfe füreinander….

Diese Werte und Haltungen sind sicherlich die wichtigste Grundlage für ein gutes Miteinander, für eine bessere Zukunft in einer Gesellschaft in Peru, die mit Armut, Korruption, Kriminalität kämpft. Bildung, und hier an dieser Schule Bildung für jede/jeden ohne Schulgeld, unter Bereitstellung der Schulmaterialien und sehr ausgewogener Pausenernährung ist in unseren Augen eine riesige Leistung. Für sich spricht schon alleine, dass die Schule bei der hohen Nachfrage leicht 2-3x so groß sein könnte und für die Erstklässler die Anmeldungen lange vor Beginn der offiziellen Anmeldefrist eingehen. Toll auch mitzubekommen, wie bei der Schülerauswahl die Bedürftigkeit des einzelnen Schülers/ der Schülerin ein besonders wesentlicher Aufnahmefaktor darstellt -gerade bei Kindern, die keine Eltern mehr haben oder deren Familien sehr arm sind.

Die vermittelten Werte an dieser Schule sind eng verknüpft mit dem christlichen Glauben und werden an biblischen Geschichten und Versen vermittelt aber vor allem im Alltag gelebt, besonders vom Lehrerkollegium unter geistiger und auch geistlicher Anleitung durch Narciso, der eine historisch-kritische und im Gegensatz zu vielen in Peru aktiven evangelikalen Kirchen eine erfreulich freiheitliche, offene, liberale, reflektierende und individuumsrespektierende Christlichkeit vermittelt.

Besonders waren für uns auch die Unterrichtsbesuche, die wir in verschiedenen Klassen machen durften, und in denen wir uns von der guten, professionellen und herzlichen Lernatmosphäre ein Bild machen durften. Vielen Dank an die Lehrerinnen und Lehrer und an die besuchten Klassen für deren Offenheit uns gegenüber!

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Mit unserem Besuch und dem kleinen Arbeitseinsatz haben wir Einblick nehmen dürfen in eine erfolgreiche Schule mit funktionierender Schulgemeinschaft aus Eltern, Schülern und Lehrern, die auch regelmäßig Fortbildungen erhalten und so weiter an Werten und Wissen wachsen: mich hat z.B. die Eltern/Schüler/Lehrer Fortbildungsreihe im zurückliegenden Jahr zum Thema „Gewaltlosigkeit, Gewaltprävention“ mit Psychologen, Staatsanwältin, Polizist u.a. als Redner sehr beeindruckt.

So klein unser Beitrag für die Schule in dieser Woche auch war – zum ganzen Großen und der Wichtigkeit anhaltender vielfältiger Unterstützung der Schule – so froh sind wir doch ein kleiner Teil des Ganzen gewesen sein zu dürfen! Danke!

 

Liebe Freunde,

morgen früh gibt es ein Radio-Interview mit Narciso über das Schulprojekt in Olmos/Peru.

Der Beitrag ist am Sonntag, 9.7.17, um ca. 7.50 Uhr in SWR 1 BW und SWR 1 RP geplant (Web-Radio findet Ihr hier: https://www.swr.de/swr1/). Der Beitrag könnte aber auch etwas früher laufen oder später. Die Sendung geht von 7 bis 10 Uhr…..

Mit lieben Grüßen
Narciso und Margit

Liebe Freunde,

am Sonntag den 25.6.2017 hatten wir von 15 bis 18 Uhr einen Infostand beim Sommerspektakel/Weststadtfest auf dem Wilhelmsplatz.

Am Sonntag den 9. Juli 2017 laden wir euch um 11 Uhr zum Familiengottesdienst und anschließenden Sommerfest in die Luthergemeinde in der Vangerowstrasse 5 ein. Auch dort werden wir einen Infostand haben und freuen uns auf euch.

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Mit lieben Grüßen
Narciso und Margit

Lebendiger Neckar 2017

Am 18.06.2017 hatte wir zum sechsten Mal einen Vereinsstand beim „Lebendigen Neckar“ in Heidelberg.

Bei sehr sonnigem Wetter konnten wir mit Tombola, Gewinnspiel für Kinder, Crêpes und Infos über die Schule in Olmos Groß und Klein ansprechen.

Wir danken allen Interessierten und Helfern.

Kurzbericht aus Olmos

Liebe Freunde,

ich freue mich, euch aus Heidelberg zu begrüßen. Meine Ankunft in Deutschland war gut und ohne Schwierigkeiten. Dafür bin ich Gott dankbar.

Die Schule in Olmos hat mit 174 Kindern, bedingt durch die starken Regenfälle, erst am 17. April begonnen. Die Lehrer und die Kinder sind bereit, die verlorene Zeit nachzuholen. Dafür bin ich sehr dankbar. Zurzeit haben wir sechs Grundschulklassen komplett und die erste und die zweite Sekundarstufe. Die Kinder und deren Eltern sind sehr dankbar, dass sie diese Schule besuchen können. Sie ist ein Stück Hoffnung für sie, denn die Kinder bekommen hier nicht nur das Wissen vermittelt, sondern auch christliche Werte, die eine gute Grundlage für ihr Leben bilden.

Die andauernden Regenfälle im März und April haben das Gesicht der Landschaft von Olmos verändert. Alles wurde grün und sehr schön zu betrachten. Da die Infrastruktur in Olmos und anderswo in Peru sehr schwach ist, hat der Regen viel Schaden, besonders bei der armen Bevölkerung verursacht. Viele kleine Bauern haben ihr Land und ihre Plantage verloren, andere haben ihre Häuser verloren, Straßen und Brücken sind beschädigt und unpassierbar. Zahlreiche Schulgebäude meist auf dem Land sind eingestürzt.

Auf unserer Homepage gibt es eine Einladung zu einem Gospelgottesdienst am 13.5.2017 um 18 Uhr in der Arche in Kirchheim und am 14.5.2017 um 18 Uhr zum Gospelkonzert in die Christuskirche zugunsten der Schule in Olmos/Peru. Hierzu laden wir herzlich ein.

https://kinderhilfeolmos.wordpress.com/2017/05/01/gospelgottesdienst-zugunsten-der-kinderhilfe/

Mit lieben Grüßen

Narciso

Liebe Freunde,

Narciso ist gut aus Peru zurückgekehrt und hat viel zu berichten. Wir laden zu den unten genannten Veranstaltungen ein.
Der Eintritt ist frei. Die Spenden beim Gospelgottesdienst und teilweise beim Gospelkonzert sind für die Kinderhilfe Olmos/Peru bestimmt.

Wir danken dem Gospelchor von ganzem Herzen und freuen uns auf euch!

Mit lieben Grüßen
Narciso und Margit

Die Musik: Gospels und Chorusse aus Afrika, Europa und Amerika, von traditionell bis modern
Der Chor: Gospelprojekt Heidelberg, seit 15 Jahren der Heidelberger Gospelchor der Christusgemeinde
Die Band: Patrick Wallisch (Keyboard), Frédéric Schärf (Schlagzeug/Percussion), Sebastian Bader (Bass) Torsten Kölsch