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Olmos den 31. März 2017

Liebe Freunde,

Das Klima hier in Olmos ist warm und feucht. Die Landschaft ist grün und schön. Es regnet fast jeden Tag. Manchmal ist der Regen stark mit Blitzen und Donner. Die Straßen verwandeln sich dann in Flüsse. Im Bezirk Olmos sind ca. 180 Dörfer wegen der Wassermengen von der Außenwelt abgeschnitten. An vielen Orten bleibt das Wasser stehen. Sie werden zur Quelle für Moskitos. Die Gefahr, krank zu werden, ist sehr groß. Nahrungsmittel und Trinkwasser sind für viele Menschen schwer zu erhalten. Die medizinische Versorgung in Olmos ist sehr schwach.

In Nordperu ist Piura und Tumbes am schlimmsten     betroffen. In Lambayeque sind Morrope, Tucume, Illimo und Jayanca sehr stark beschädigt. Viele Bauern am Rande der Flüsse haben ihre Felder verloren. Es ist sehr traurig, wenn so etwas passiert. Viele Menschen stehen vor dem “Nichts”. Andererseits ist der Regen ein Segen für sie, weil der Wasserspiegel hochgestiegen ist und man kann die verbliebenen Felder gut bepflanzen.

Nach dem “Centro de Operaciones de Emergencia Nacional” gibt es bis jetzt 90 Tote, 120.900 Obdachlose und 742.100 beschädigte Häuser. In Lambayeque sind 14.000 Häuser und 40 Schulen eingestürzt. An der Baustruktur sind 164.386 Häuser und 1.390 Schulen beschädigt. Die Panamerikana Richtung Chiclayo ist an zwei Stellen beschädigt. Die Fahrt nach Chiclayo ist schwierig und teuer geworden.

Die katholische Kirche in Olmos ist eingestürzt. Es ist sehr schade, dass ein sehr altes Gebäude nach ca. 400 Jahren unbewohnbar ist. Zum Glück ist niemand dabei umgekommen. Am Sonntag den 26. März hat es schon am frühen Nachmittag angefangen zu regnen. Um 19.15 Uhr habe ich ein lautes Geräusch gehört. Ich dachte dabei nichts besonders. Aber dann bekam ich die Nachricht, die Kirche sei eingestürzt. Wenn der Regen so weiter geht, ist es möglich, dass auch die verbliebenen Türme der Kirche einstürzen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Das Gebäude war aus ungebrannten Ziegeln gebaut.

Viele Häuser, die auf dieselbe Weise gebaut wurden, sind eingestürzt. Und die noch stehen, sind ebenfalls bedroht.

Ich persönlich kann nicht klagen. Alle Mitarbeiter und ich sind gesund. Martin ist fast vollkommen genesen. Die Schule ist in Ordnung. Dafür bin ich Gott sehr dankbar. Ganz herzlich danke ich für Eure Gebete und liebevolle Unterstützung. Ich bin gewiss, dass wir mit Gottes Hilfe ein wunderbares Schuljahr 2017 haben werden. Wir warten auf die Entscheidung des Erziehungsministeriums, um die Türe der Schule für unsere Schüler zu öffnen. Es sollte schon am 27. März die Schule beginnen, aber man musste diese Möglichkeit wegen anhaltendem Regen aufgegeben. Dann sollte es der 3. April sein, aber auch heute hat es vermehrt geregnet und der Termin wurde erneut aus Sicherheitsgründen verschoben. Ich hoffe, dass der Regen aufhört, damit alles normal funktionieren kann.

Mit lieben Grüßen

Narciso

 

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